Die Filmbranche nimmt Stellung zur erzwungenen Trennung der Solothurner Filmtage von Anita Hugi

Seit am 12. August überraschend mein erzwungener Weggang von den Solothurner Filmtagen mitgeteilt wurde, haben zahlreiche Branchenverbände und Organisationen des Schweizer Films mit Offenen Briefen und Stellungnahmen reagiert.

Sehr herzlich möchte ich mich für die vielen Zeichen der Solidarität und Anerkennung bei allen Verbänden und Filmschaffenden bedanken.

12. August: Stellungnahme Swiss Women’s Audiovisual Network SWAN

«Anita Hugi hat hervorragende und sehr erfolgreiche Arbeit als Direktorin geleistet, und war eine grossartige Partnerin in der Zusammenarbeit.

SWAN hat ihre Vision geliebt, das schweizerische cineastische Schaffen mit Blick auf die Geschichte, Gegenwart und Zukunft in voller Diversität und Qualität zu präsentieren.»

Quelle: https://www.swanassociation.ch

15. August 2021: FemaleAct

« FemaleAct verurteilt das Vorgehen des Vorstands der Solothurner Filmtage aufs Schärfste. Wie Pascal Blum im TA-Artikel vom 12.8. festhält, besteht sowohl personell als auch strukturell Reformbedarf am Festival.
Es scheint, dass Anita Hugi als Einzelperson für diese Missstände herhalten muss. Dies nach einer herausfordernden Festivalausgabe, die sie mit Bravour gemeistert hat. Wir fordern den Vorstand der Solothurner Filmtage auf, klar und transparent zu kommunizieren und bekunden Anita Hugi unsere Solidarität.»

Source: https://www.facebook.com/FemaleActCH

20. August: Offener Brief Produzent*innenverbände GARP, IG und SFP

«Die Verbände der Filmproduzent*innen GARP, IG und SFP nehmen mit Bedauern Kenntnis von der Absetzung von Anita Hugi als Direktorin der Solothurner Filmtage. Wir bedauern den Weggang einer besonders engagierten Frau eines für die Schweizer Filmbranche wichtigen Festivals sehr.

Unter der Leitung von Anita Hugi haben die Solothurner Filmtage trotz der schwierigen Bedingungen durch die Pandemie eine neue Dynamik und Offenheit ausgestrahlt.» 

Quelle: https://cinebulletin.ch/fr_CH/communication/lettre-ouverte-aux-journees-de-soleure 

19. August: Stellungnahme ARF-FDS Verband Filmregie und Drehbuch

« Für uns Filmemacherinnen hat Anita Hugi in kurzer Zeit viel Gutes bewirkt. Das erste Mal in der Geschichte des Schweizer Films wurde ein Festival zu grossen Teilen sowohl als Stream wie auch live bestritten. Zahlreiche Podien und Interviews verschafften dem Festival eine neue Popularität und entsprechen dem Zeitgeist. Der Aufbau der neuen Website mit einem umfassenden Archiv des Schweizer Films ist in der Branche einmalig und hat Pioniercharakter.

In der Arbeit von Anita Hugi mit unserem Verband haben wir sie als offen, kommunikativ und weitsichtig erlebt. Die Gespräche waren immer konstruktiv und sie suchte stets den Konsens.

Es gab einen angeregten Austausch und die Sichtbarkeit der Filmschaffenden in der Öffentlichkeit hat sich – dank von ihr (mit-) initiierten Aktivitäten – verbessert. Die Gespräche waren immer konstruktiv und sie suchte stets den Konsens.» 

Quelle: https://arf-fds.ch/de/news/2021/solothurner-filmtage-stellungnahme-arf-fds-zur-angekuendigten-trennung-von-anita-hugi/

28. August: Swiss Fiction Movement

«We understand the present situation as en expression and result of a general conflict in Swiss film industry and would like to ask the committee including its president Thomas Geiser to hand in their resignations and make way for a new generation, new ideas and a more respectful and farseeing way in choosing a new artistic direction for the festival, the planning of an urgently necessary reform of structure, governance and decision making processes of the board as well as a clear definition of the position of the festivals direction.»

Quelle: https://www.facebook.com/swissfictionmovement/

3. September: Follow-up Statement Swiss Women’s Audiovisual Network SWAN 

« SWAN hat die Zusammenarbeit mit Anita Hugi sehr geschätzt – ihre Kompetenz, Offenheit, Effizienz und Zielorientiertheit hat beeindruckt. In ihrer zweijährigen Tätigkeit haben wir sie als visionäre und innovative Festivaldirektorin erlebt.

In einigen Pressemitteilungen wird Anita Hugi mit schweren Vorwürfen attackiert. Das Recht, öffentlich zu informieren, sollten nicht nur diejenigen ausüben, welche die Macht innehaben, sondern auch jene, die von dieser Machtausübung betroffen sind.

Wir verlangen deshalb von den Solothurner Filmtagen, umgehend Transparenz zu schaffen, dies unter Einbezug von Anita Hugi’s Stellungnahme.»

Quelle: https://www.swanassociation.ch